Veracrypt hat Truecrypt abgelöst, das viele Jahre den de-facto-Standard für Datenverschlüsselung gestellt hat.

Mit Veracrypt lassen sich Container erstellen und transparent in das Dateisystem einbinden. Die Container können Dateien, Ordner bis hin zu ganzen Partitionen enthalten. Sogar die Systempartition kann damit verschlüsselt werden.

Veracrypt bietet ein altbekanntes Bild seit Truecrypt

Um die Daten auf dem eigenen Rechner gegen fremden Zugriff zu schützen, stellt Veracrypt, neben verschiedenen kommerziellen Produkten, die sicherste Lösung dar.

Veracrypt legt eine Datei – den Container – an, die als virtuelles Laufwerk fungiert. Das Programm installiert einen Kerneltreiber, der alle Schreib- und Lesevorgängen auf das virtuelle Laufwerk transparent verschlüsselt. Veracrypt bietet die Verschlüsselungsalgorithmen AES, Twofish und Serpent.

Man kann beliebig viele Container anlegen und dauerhaft oder temporär einbinden. Die Container können auf dem lokalen Rechner oder auf einem entfernten Datenträger, USB-Stick oder im Netzwerk, abgelegt werden. Veracrypt kommt mit vielen Netzwerkprotokollen zurecht. Die Container können sogar auf entfernten Speichermedien – auch Cloudspeichern – liegen.

Nicht schön, aber funktionell – das ist Veracrypt

Es können auch ganze Partitionen in verschlüsselte Container umgewandelt werden, freie Festplattenbereiche in unsichtbare Container, oder Container in Containern. Den Verschlüsselungsmöglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.

Auch die Systempartition kann verschlüsselt werden (Pre-Boot-Authentifizierung). Damit wird der Zugriff auf Rechner vollständig verhindert.

Veracrypt läuft unter Windows und Linux. Verschiedene Installationen können die Container wechselweise verwenden. Es können aber nicht zwei oder mehrere Instanzen auf den gleichen Container zugreifen.

 

  • Pro: Einfacher Einsatz, Container für Daten, Partitionen bis Systempartitionen, Lokal oder im Netzwerk einsetzbar, Quellcode Open Source
  • Contra: Benutzeroberfläche gewöhnungsbedürftig

 

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