Steganografie geht einfach auf der Kommandozeile. Wer aber nur manchmal eine Datei verpacken will, benutzt dafür vielleicht lieber ein Fenster. Dabei hilft Openstego.

Steganografie dient dem Zweck, sehr private Informationen auf unscheinbare Weise zwischen zwei Kommunikationspartnern zu übertragen. Es geht hierbei nicht darum, die Daten so zu verschlüsseln, dass Dritte sie nicht mehr entziffern können, sondern die Informationen zwischen unscheinbaren Daten zu verstecken.

Openstego für zwischendurch

Openstego fasst alle Aufgaben in einem Fenster zusammen.

Ein Hilfsmittel hatte ich bereis vorgestellt: steghide. Es ist ein Kommandozeilen-Tool für Windows und verschiedene Linux-versionen. Für den gelegentlichen Gebraucht eignet sich aber auch Openstego sehr gut, dass mit einem übersichtlichen Fenster aufwartet. Es kann aber ebenfalls über die Kommandozeile gesteuert werden. Das Java-Programm ist auf vielen Plattformen lauffähig.

Es bietet zwei Funktionen. Einmal die Möglichkeit, Daten zu verstecken und wieder zu extrahieren. Die geheimen Daten können während des versteckens ebenfalls verschlüsselt und komprimiert werden.

Wasserzeichen als Echtheitsnachweis

Openstego bietet eine Funktion zum impfen mit Wasserzeichen

Zweitens bietet es noch eine Abwandlung des Themas, indem man damit Wasserzeichen, also eine Signatur in Dateien einimpfen kann, um deren Herkunft (und Besitz) zu belegen. Die Signatur wird in einem Arbeitgang mit der Impfung erzeugt.

Das Programm ist topaktuell und wird laufend gepflegt. Es ist unter die GNU GPL 2.0 gestellt.

 

  • Pro: Übersichtliche grafische Oberfläche, Kommandozeilen-Tool, einfach zu bedienen, Java, GNU GPL 2.0
  • Contra: nur englisch und spanisch

 

Link: