CCleaner entfernt überflüssige Dateien von der Festplatte und schafft damit freien Speicherplatz. Es bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Optimieren des Windows-Betriebssystems, indem es die Registry aufräumt, alte und überflüssige Autostart-Einträgen und unerwünschte Programmen rückstandsfrei entfernt.


Der Installer der Version 5.33.6162 vom 12. August 2017 von CCleaner enthält eine Backdoor, die unbemerkt einen Remote-Zugriff auf den Rechner ermöglichte. Mittlerweile ist die Version aus den offiziellen Repositories entfernt, und laut Piriform soll die Gefahr gebannt sein. Es lohnt sich aber, zu prüfen, ob man diese Version der Installationsdatei auf dem eigenen Rechner hat. Ein zügiges Update auf die nachfolgenden Versionen ist geboten.


Windows ist in mancher Hinsicht einfach gestrickt: Programme lassen sich nebeneinander installieren, Libraries im System ablegen und Einstellungen in der Registry anlegen. Im Laufe der Zeit sammelt sich damit auf jedem Windows-PC jede Menge Datenmüll an, also nicht mehr benötigte und überflüssige Dateien, an.

Der kann nach einer Weile durchaus Speicherkapazitäten von mehreren hundert Megabyte bis hin zu einigen Gigabyte belegen. Das ist an sich kein Problem, solange der Rechner nicht in Platzmangel gerät. Dumm ist aber, wenn falsche und verwaiste Registry-Einträge das Betriebssystem aus dem Takt bringen.

CCleaner durchforstet den Rechner nach Dateien, die er löschen kann

Spätestens dann sollte man den Rechner mal mit einem Spezial-Tool säubern. Dafür gibt es CCleaner von Piriform. Es besteht aus mehreren Modulen. Eines dient zum Entfernen überflüssiger Dateien von Windows und vielen Anwendungsprogrammen. Das Registry-Modul hilft beim Löschen überflüssiger und veralteter Registry-Einträge. Der Uninstaller, ein Startup-Manager oder der Drive Wiper pflegen das System und versuchen, es durch entschlacken wieder schneller zu machen.

Unter anderem ist CCleaner in der Lage, Cache-Dateien und andere Datenspuren der gängigen Browser Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera und Safari zu löschen.

CCleaner durchforstet den Rechner nach Dateien, die er löschen kann.

Der Drive Wiper widerum überschreibt den freien Speicher eines Datenträgers, wodurch bisher nur formal gelöschte Dateien nicht wieder hergestellt werden können. Mit den CCleaner Enhancer wird das Werkzeug um ein Reinigungstool für derzeit ca 500 weitere Programme erweitert. Es wird aus dem Programm CCleaner heraus gestartet.

Viele der Funktionen sind nur kosmetischer Natur, das heißt, sie sorgen für ein aufgeräumtes System, nicht aber für einen deutlichen Performancegewinn. Immerhin helfen sie aber dazu, Datenreste und Informationsleichen aus dem System zu entfernen, die man nicht mehr braucht und die andere nichts angehen. Und das ist doch auch schon viel wert.

 

  • Pro: Computer und Registry aufräumen, Speicherplatz von überflüssigen Dateien freigeben, Leicht zu bedienen, auch portable
  • Contra: Bei zu rigiden Einstellungen kann Schaden am System angerichtet werden und dieses schlimmstenfalls unbenutzbar machen

 

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