7zip ist ein Datenkompressionsprogramm, dass Dateien auch mit starker Verschlüsselung nach dem AES-256-Standard verschlüsseln kann. Damit sind Daten beim Versand besonders gut geschützt.

Es lohnt sich, Dateien zu packen, bevor man sie via e-Mail oder Chatprogramm verschickt. Das spart Bandbreite und Datenvolumen. Richtig chic wird die Methode aber erst dann, wenn die Daten gleichzeitig auch noch verschlüsselt werden.

Dafür muss man keine Spezialprogramme bemühen oder hoffen, dass die Programmierer einer Anwendung die Funktion zusätzlich in ihr Programm integrieren. Es reicht, wenn man sich 7zip auf den Rechner lädt und sich angewöhnt, Dateien vor dem Versenden in Archive zu packen.

Verpacken

Archivieren, packen und verschlüsseln sind erst einmal verschiedene Dinge. Manche Routinen, vor allem zum Archivieren und Backup von Daten, können diese nur eins zu eins in ein Archiv schreiben und darin wieder zugänglich machen.

Packprogramme stellen sich der Aufgabe, die Datenströme zusätzlich nach sich wiederholenden Blöcken abzusuchen und diese dann zusammenzufassen. Das reduziert die Dateigröße zuweilen erheblich. Damit ist die Datenbasis natürlich auch in irgendeiner Form “verändert”, was aber keine Verschlüsselung darstellt.

7zip – Archivpacker mit starker AES-Verschlüsselung

7zip kann die weit verbreiteten Packalgorithmen zum komprimieren und dekomprimieren einsetzen: DAs sind 7z, XZ, BZIP2, GZIP, TAR, ZIP und WIM.

Entpacken kann das Programm zu sätzlich noch eine riesige Zahl weiterer Packroutinen. Das sind AR, ARJ, CAB, CHM, CPIO, CramFS, DMG, EXT, FAT, GPT, HFS, IHEX, ISO, LZH, LZMA, MBR, MSI, NSIS, NTFS, QCOW2, RAR, RPM, SquashFS, UDF, UEFI, VDI, VHD, VMDK, WIM, XAR and Z.

Verschlüsseln

Schon der ZIP-Algorithmus bot zusätzlich eine Verschlüsselung nach einem ZipCrypto benannten Verfahren. Es verwendet eine Verschlüsselungslänge von 96 Bit, da diese ursprünglich der maximal erlaubten exportierbaren Länge von Verschlüsselungsprodukten in den USA entsprach (http://infozip.sourceforge.net/FAQ.html#crypto). Das ist aber veraltet und leicht zu brechen ist.

7zip verwendet den zeitgemäßen AES-256 Algorithmus. Die dabei verwendeten Schlüssel werden in einem auf SHA-256 basierenden Verfahren aus einem vom Nutzer angegebenen Passwort generiert, schreibt der Entwickler.
Dieses Verfahren gilt als sicher, wenn man auch ausreichend lange Schlüssel verwendet. Zusätzlich beherrscht 7zip auch noch die Möglichkeit, Dateinamen im Archiv zu verschlüsseln und damit Rückschlüsse auf den Dateiinhalt zu verschleiern. Somit haben wir also eine gute Ausstattung, was wir brauchen, um Dateien über öffentliche Netze zu übermitteln.

Andere Anwendungen können 7zip selbstverständlich ebenfalls verwenden, wie ich schon bei CryptSync beschrieben habe. Dieses dient vornehmlich als Backup und Synchronisierungstool von ganzen Ordnern, gerne auch über Netzwerke – und auch das Internet – hinweg.

Freie Software

7zip ist als freie Software als open source auf der Webseite des Entwicklers zu bekommen. Wie er schreibt, ist “Der Großteil des Codes unter der GNU LGPL lizensiert. Einige Teile des Quelltextes stehen unter der 3-Klausel-BSD-Lizenz.”

 

  • Pro: Grafische Anwendung (GUI) und Kommandozeilenversion für Windows, auch in vielen anderen Anwendungen integriert, p7zip – Portierung der Kommandozeilenversion von 7zip nach Linux/Posix, als Dateimanager geeignet
  • Contra: GUI etwas gewöhnungsbedürftig

 

Link: