uBlock Origin, oder kurz uBlock ist ein einfach zu bedienender, aber sehr effizienter Add-Blocker. Er rühmt sich, bei geringer Speicherbedarf und niedrige CPU-Belastung Tausende an Filtern anzuwenden. Aber er kann noch viel mehr.

Werbetracker sind hier ja ein Dauerthema. Leider kann man diese Wanzen des Internet nicht einfach so mal eben los werden. Es macht schon ein bisschen Mühe und bedarf der richtigen Tools, um zumindest einen befriedigenden Grad an Erfolg für sich verbuche zu können. Ein Werkzeug ist uBlock.

uBlock blockt Tracker – und macht noch mehr

uBlock zeigt alle gesperrten Domains

uBlock stammt aus derselben Schmiede wir uMatrix. Deshalb ähneln sich die beiden Add-ons in der Anmutung. Mächtig in der Anwendung sind sie aber beide. Aber was uMatrix kompliziert in der Bedienung ist, das ist uBlock einfach.

uBlock funktioniert bereits nach der Installation sehr gut, indem es eine Unzahl von Filterlisten aus dem Internet anbietet und lädt. Die externen Listen sammeln Tracking- und Malware-Domains und anderes Zeug, dass keiner sehen will. Aber sie beinhalten zumeist auch umfangreiche Regeln, mit denen nur bestimmte Teile von Webseiten gefiltert oder ignoriert werden. Man iost deshalb verführt, einfach alle Filterlisten zu laden, nach den Motto: Viel hilft viel.

Viel hilft viel muss nicht sein

uBlock Einstellungen sind schnell getätigt

Naja, so einfach ist es dann doch nicht. Der Entwickler warnt jedoch davor, viele Listen zu laden: “Natürlich ist der Speicherbedarf umso höher, desto mehr Filter angewandt werden. Aber selbst mit den zwei zusätzlichen Listen von Fanboy und hpHosts’s Ad and tracking servers ist der Speicherbedarf von uBlock₀ geringer als bei anderen sehr populären Blockern. Bedenke allerdings, dass durch die Wahl zusätzlicher Listen die Wahrscheinlichkeit größer wird, dass bestimmte Webseiten nicht richtig geladen werden – vor allem bei Listen, die normalerweise als hosts-Dateien verwendet werden.”

Man kann sich also eingehend damit beschäftigen, was die Listen – und uBlock – da eigentlich machen. Man kann es aber auch einfach lassen und mit einer guten Auswahl an Listen leichter durchs Internet surfen.

uBlock besitzt eine große Anzahl Sperrlisten – die sich auch selbstständig erweitern lassen.

Für die ganz eifrigen bietet uBlock auch die Möglichkeit, eigene Filter und ganze eine Regeln zu erstellen. So lassen sich nach und nach Regeln erstellen, die nur bestimmte Teile der besonders besuchten Webseiten sperrt oder freigibt. Und da zeigt sich ein kleiner Fehler – blockierte Anfragen können im laufenden Betrieb nicht selektiv freigegeben werden. Zumindest ist es mir bisher nicht gelungen.

Es lassen sich zwar Elemente auf der Webseite enfernen und daraus Regeln generieren, aber umgekehrt ist es wesentlich schwieriger, einzelne gesperrte URLs temporär freizuschalten – at your own risk natürlich. Wer aber soweit ist, der sollte vielleicht besser einen Blick auf uMatrix, den große Bruder von uBlock, werfen.

 

  • Pro: einfach zu bedienen, viele Filterlisten, einfach zu erweitern, mächtig
  • Contra: blockierte Anfragen können im laufenden Betrieb nicht selektiv freigegeben werden.

 

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