Matrix ist ein offenes, föderatives Kommunikationsprotokoll für Messenging, Chat, IP-Telefonie und Video-Telefonie. Dabei liegt seine Stärke im Team-Messenging, das es in Räumen organisiert.

Digitale Kommunikation im Team über lokale Grenzen hinweg ist nicht ganz einfach. Immerhin muss der beteiligte Server die Daten vieler verschiedener Clients untereinander synchronisieren – und das oft sogar in Echtzeit.

Es gibt neben den kommerziellen Anbietern wie Microsoft Teams, Skype for Business, Slack oder Google Hangouts auch viele weniger bekannte und teilweise Open-Source-Dienste. Dazu gehören Wire, Chatsecure oder eben auch Matrix.

Matrix – Protokoll für (Team-)Messaging und Chat

Matrix ist ein offenes Kommunikationsprotokoll für Echtzeitkommunikation. Das heißt, Benutzer (aber auch Geräte) können über verschiedene Server- und Protokollgrenzen hinweg per Chat, IP-Telefonie und Video-Telefonie kommunizieren.

Matrix ist gedacht für Einsatzbereiche wie IP-Telefonie, Instant Messaging, einschließlich Gruppenkommunikation, und für das Internet of Things, später zusätzlich als generisches Messaging- und Datensynchronisationssystem für das Internet.

Die Kommunikation im Team findet in so genannten Räumen statt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Räume auf dem eigenen, auf Matrix.org oder einem der anderen Matrix-Homeserver angelegt wurde. Sie sind von allen gleich erreichbar.

Matrix ist ein föderales System, das die Datenströme über mehrere Server hinweg abgleichen kann. Man kann also einen eigene Server betreiben und diesen in das Netzwerk einbinden.

Wenn man es wünscht, geschieht die Kommunikation Ende-zu-Ende verschlüsselt, sofern beide Seiten einen Client wie Riot verwenden, der dies unterstützt.

Matrix versucht zusätzlich, über sogenannte Bridges Verbindung zu anderen Diensten aufzunehmen. So können Matrix-Nutzer auch mit Nutzern auf XMPP, Rocketchat, Slack, Telegram und anderen Diensten kommunizieren. Später sollen auch noch Bridges zu iMessage und Facebook entstehen.

Fazit

Matrix hat das technische Potential, sich als offene, föderative Kommunikationsplattform durchzusetzen. Leider konkurriert es dann aber mit XMPP. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass nur der Marketingdruck mit dem passenden Kapital für eine Verbreitung einer Technologie sorgt. So gesehen, sieht es also eher schlecht aus.

  • Pro: Föderatives System zur Team-Kommunikation, Open Source, ausgereift
  • Contra: Vielfältige und dadurch schwierige Einstellungsmöglichkeiten

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