Datenparty.de ist ein Projekt des Jugendserver-Saar, dessen Träger der Landesjugendring-Saar e.V. ist. Er informiert in verständlicher Sprache über viele wichtige Themen rund um das Internet und Neue Medien. Der Dienst lohnt sich für Internetneulinge und für deren Eltern, um sich mal eine Übersicht zu verschaffen, welche Themen man mal auf die Agenda setzen sollte.

Datenparty.de will die Themen, die Jugendliche berühren, wenn sie sich die erste Zeit im Internet aufhalten, zusammentragen und verständlich erklären. Dazu teilt das Angebot in die Themen Internet, Smartphone und Co, Datenlecks, Feuerwehr und “Für Eltern & Pädagogen”.

Wenn man sich in die Rubriken reinklickt, öffnen sich weitere Unterkapitel, gespickt mit Links und Querverweisen. Also schauen wir doch mal.

Sind wir nicht alle irgendwie Internet

In die Rubrik “Internet” stopfen die Macher von Datenparty.de alles, was irgendwie online passiert. Da geht es um soziale Netzwerke, dabei auch gleich das Thema Urheberrecht, Datensammler, passende Sicherheitstipps (naja, Passwortregeln, Antivirenprogramme und der Umgang mit Spam), und noch ein paar weiterführende Links auf andere öffentlich geförderte Server. Alles schön aufbereitet, wenn auch etwas unübersichtlich und verschachtelt. Macht nicht so richtig Lust zu lesen.

Smartphone und Apps – muss man auch mal erwähnt haben.

Sehen wir in die Rubrik “Smartphone und Co.” Wieder ein paar Sicherheitstipps á la “Macht euer WLAN aus, wenn ihr unterwegs seid”. Alles extra niederschwellig, aber von geringem Erkenntniswert. Das dürfte für Kinder mit dem ersten Handy neu sein. Für die ist die ansonsten ansprechende Gestaltung bloß nicht so dolle eingängig.

Lustig ist die Rubrik “Datenlecks”. Mehr als über wirkliche Datenlecks sagt sie etwas über die Pläne und Ambitionen der Macher aus. Es ist eine nette kleine, wenn auch etwas willkürlich anmutende Linksammlung dabei heraus gekommen, die aber im Dezember 2015 versiegt.

Fazit

Die beiden folgenden Rubriken “Feuerwehr” und “Für Eltern & Pädagogen” beschränken sich auf ein paar wohlmeinende Tipps und lokale Adressen Saarländischer Behörden und wieder eine gut gefütterte Linkliste.

Irgendwie ist hier dann die Luft raus. Man hat den Eindruck, dass das Angebot ambitioniert gestartet ist und nach hinten hin zunehmend an Schwung verloren hat. Wozu also das Ganze? Google kann das genauso gut.

Nützlich scheint mir der Dienst vor allem für Internetneulinge, also Kinder und sehr junge Jugendliche, die noch mit einer großen Portion Naivität an die Sache rangehen. Für alle anderen seien auf die Linktipps des Angebotes verweisen – da gibt es dann Nachschlag.

 

  • Pro: Guter Einstieg für Internetneulinge und ihre Eltern
  • Contra: Die schöne Grafik geht an der Zielgruppe vorbei – und der Inhalt an den anderen.

 

Link: