Eine Webseite über die Möglichkeiten, wie man spurenarm Surfen mit Mozilla Firefox, Mails verschlüsseln mit Thunderbird, Anonymisierungsdienste nutzen, chatten und Daten verschlüsseln kann.

In der Einleitung zum Privacy-Handbuch schreiben die Autoren (Es sind angeblich mehrere):
“Im realen Leben ist Anonymität die tagtäglich erlebte Erfahrung. Wir gehen eine Straße entlang, kaufen eine Zeitung, ohne uns ausweisen zu müssen, beim Lesen der Zeitung schaut uns keiner zu. Das Aufgeben von Anonymität (z.B mit Rabattkarten o.ä.) ist eine aktive Entscheidung.

Im Internet ist es genau umgekehrt. Von jedem Nutzer werden Profile erstellt. Websitebetreiber sammeln Informationen (Surfverhalten, E-Mail-Adressen), um beispielsweise mit dem Verkauf der gesammelten Daten ihr Angebot zu finanzieren. Betreiber von Werbe-Servern nutzen die Möglichkeiten, das Surfverhalten websiteübergreifend zu erfassen und Geheimdienste sammeln anlasslos alle Informationen, die sie zu fassen kriegen mit ihren Abhörnetzwerken.

Verglichen mit dem Zeitunglesen läuft es auf dem Datenhighway so, dass uns Zeitungen in großer Zahl kostenlos aufgedrängt werden. Beim Lesen schaut uns ständig jemand über die Schulter, um unser Interessen- und Persönlichkeitsprofil für die Einblendung passender Werbung zu analysieren oder um es zu verkaufen (z.B. an zukünftige Arbeitgeber). Außerdem werden unsere Kontakte zu Freunden ausgewertet, unsere Kommunikation wird gescannt, Geheimdienste sammeln kompromittierendes Material…”

Stufe für Stufe zum Erfolg

Das Buch unterteilt in vier aufeinander aufbauende Privacy-Level. Sie sollen in überschaubaren Schritten dazu anleiten, dass man sein Privatsphäre-Verhalten nach und nach verbessert und verfeinert:

“Die einzelnen Level bauen aufeinander auf! Es macht wenig Sinn, die IP-Adresse zu verschleiern, wenn man anhand von Cookies eindeutig identifizierbar ist. Auch die Versendung einer anonymen E-Mail ist in der Regel verschlüsselt sinnvoller.”

Umfangreicher Inhalt zu vielen wichtigen Themen

Im Privacy-Handbuch werden aktuell als Stichworte (mit jede Menge Unterpunkten) behandelt:

  • Privacy-Levels
  • Nachdenken
  • Spurenarm Surfen
  • Passwörter & 2FA
  • Bezahlen im Netz
  • E-Mails (allgm.)
  • E-Mails verschlüsseln
  • E-Mails anonym
  • Instant Messaging
  • Verschlüsselt
  • telefonieren
  • Anonymisierungs-
  • dienste (Tor)
  • Anonyme P2P Netze
  • Virtual Private
  • Networks (VPNs)
  • DNS & DNSSEC
  • Daten verschlüsseln, löschen, verstecken
  • Betriebssysteme
  • Live-DVDs
  • Smartphones

 

Sicher kann man das Eine oder Andere noch detaillierter behandeln. Aber es steht ja jedem frei, sich weiter im Internet zu informieren und auf eigene Faust sein Wissen zu vertiefen. Schaden kann es sicher nicht. Das Privacy-Handbuch ist dazu auf jeden Fall ein großer Schritt nach vorn.

Das Privacy-Handbuch steht unter der Lizenz “Public Domain” und kann von jedem kopiert und vervielfältigt werden. Praktischerweise steht es auch in zwei Versionen zum Pruck auf der Webseite bereit.

 

  • Pro: Sehr umfassend, technisch aktuell
  • Contra: manchmal etwas sehr politisch aufgeladen 😉

 

Link: