Jahrzehntelang belauschten BND und CIA die verschlüsselte Kommunikation von über 100 Staaten. Die Operation “Rubikon” wurde bis heute geheim gehalten. Sie gilt als größter Erfolg des BND.

Ich habe ja schon hingewiesen auf die Reportage über den Geheimdienstskandal “Operation Rubikon”, den 20 Jahre alte interne Papiere des BND nun ans Tageslicht gebracht haben. Den Beitrag kann man noch für kurze Zeit in voller Länge in der ZDF-Mediathek ansehen.

Jahrzehntelang belauschten BND und CIA von den 60er Jahre bis 2018 die verschlüsselte Kommunikation von über 100 Staaten. Belauscht und ausspioniert wurden zahlreiche arabische und südamerikanische Länder, aber auch NATO-Partner wie die Türkei. Sie alle vertrauten der Verschlüsselungstechnik der Crypto AG, eines schweizerischen Herstellers für verschlüsselte Kommunikation.

“Die “Rubikon”-Papiere belegen erstmals, dass BND und CIA zum Beispiel frühzeitig über den Sturz des chilenischen Präsidenten Allende 1973 und die schweren Menschenrechtsverletzungen durch die argentinische Militärjunta informiert waren. Politische Folgen, etwa in Form von Protesten der Bundesregierung, hatte das nicht.”

Natürlich wussten über diesen Weg auch die beiden Regierungen – und also auch der Kanzler und der Präsident des jeweiligen Landes – über die Vorgänge in den jeweiligen Ländern und die Inhalte der Kommunikation Bescheid.

Der Dokumentation liegen langjährige Recherchen von ZDFinfo, “Frontal 21”, der “Washington Post” und der “Rundschau” des Schweizer Fernsehens SRG zugrunde.

Der Beitrag ist ausgesprochen sehenswert.

ZDF Info: Frontal 21 – Operation Rubikon
Sendedatum: 18.03.2020
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 26.03.2021, in Deutschland