OwnYourData will uns zeigen, dass Big Data nicht nur ein großes Geschäft für manche, sondern sehr nutzbringend für uns alle sein kann – indem wir es selbermachen.

“Sammle Deine Daten an einem sicheren Ort und nutze sie, um Zusammenhänge und Potentiale in deinem Leben zu erkennen!”

Gigantische Mengen unserer wertvollen Nutzerdaten werden von Internetplattformen gehortet und in deren Sinne ausgewertet. Facebook machte im Jahr 2016 mit Nutzerdaten 27 Milliarden USD Umsatz. Damit steigt berechtigterweise die Angst der Nutzer um ihre Privatsphäre.

Andererseits liegt im Sammeln unserer Alltagsdaten viel Potential: wir können Zusammenhänge erkennen, derer wir uns gar nicht bewusst waren, Neues über uns lernen und unsere Lebensqualität steigern.

Hol Dir Deinen eigenen Datentresor

OwnYourData will jedem von uns die Wekzeuge in die Hand geben, diesen Prozess ohne fremde Firmen (und nicht zu deren Nutzen) zu ermöglichen.

Üblicherweise müssen wir unsere Daten an die Betreiber von Webservices und Apps abgeben, um diese für weitere Aussagen nutzen zu können. OwnYourData dreht die Methode um: Wir behalten unsere Daten in einem eigenen Datentresor. Dorthin holen wir dann Apps und Services, die Auswertungen darüber ermitteln.

OwnYourData stellt diese Algorithmen und Informationen bereit, damit die Nutzer Datamining mit Ihren eigenen, persönlichen Daten betreiben können, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand anderes die Daten für seine Zwecke missbraucht.

Ein Beispiel?

OwnYourData listet auf seiner Webseite eine ganze Reihe an Vorschlägen, welche Fragen ich mir aufgrund von gesammelten Daten auswerten kann.

Viele davon wirken im ersten Moment banal (wie etwa “Was sind die 5 größten Ausgaben im letzten Monat?”), bekommen aber mehr Brisanz, wenn sie über einen anderen Zeitraum oder zum Beispiel im Vergleich mit vielen Anderen betrachtet werden (“Wie viel Strom / Gas / Wasser verbrauchen ich im Vergleich mit anderen in ähnlichen Wohnverhältnissen?”) Denn schließlich stellen Firmen, vor allem Konsumkonzerne oder Versicherungen gerne ebenfall diese Berechnungen an, um mich danach ordentlich abzuzocken.

Natürlich geht es an dieser Stelle vor allem darum, auf einfache Weise große Mengen an Daten zu sammeln. Dabei hilft eine App für Android oder iOS. Wer den Google Play Store scheut, kann sie für Android auch direkt von der Webseite herunterladen.

Wie kann ich das auch ausprobieren?

Interessierte finden unter OwnYourData.eu weitere Informationen. Unter dieser URL kann man auch online einen “Datentresor” anlegen und kann die Funktionen auch in einer Demo ausprobieren.

Wer es lieber sicher macht, legt seine Daten auf einem lokalen System (zum Beispiel auf einem Raspberry Pi) ab, das er mittels einem Docker-Image schnell angelegt hat (Das ist natürlich nicht mal eben so einfach gemacht ;-). Zudem gibt es für die Sammlung von Daten eine App für Android oder iOS. Anleitungen beschreiben, wie man OwnYourData selbst einsetzen kann.

 

  • Pro: Big Data zum selber kontrollieren
  • Contra: Einsatzzwecke noch nicht ganz schlüssig

Link: