uBlock blockt ungewünschte Elemente auf Webseiten nach bestimmten Regeln: Das können Werbeeinblendungen sein oder sicherheitskritische Erweiterungen wie Flash und andere.

Werbung ist lästig, online-Zappel-Blinki-blinki-Werbung ist nervig. Aber Werbung bezahlt uns oft genug guten Content. Soweit so gut.

Ich könnte mit Werbung leben, wenn sie etwas dezenter gemacht ist. Ich kann aber definitiv nicht mit Tracking und ausspionieren meines Online-Verhaltens leben! Das ist ein absolutes No-go.

Leider laufen da draußen jede Menge Irre rum, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als mein (und euer) Surfverhalten zu tracken und damit schmutziges Geld zu verdienen. Dagegen hilft leider nur ein guter Tracking-Blocker.

Adblocker gibt es viele

uBlock ist mit einem Klick ein- oder ausgeschaltet

Ich habe auch alle Blocker durchgemacht, von Adblock-Plus (verdorben) über Adblog-Edge (siehe dort) und dem Firefox-internen privacy-mode bin ich jetzt bei uBlock gelandet. uBlock macht den Job sehr gründlich.

Allen Blockern ist gemein, dass sie eine oder mehrere Listen mit Regeln vorhalten, die festlegen, was ein Browser nicht laden soll. Das können einfache URLs sein von Servern, zum Beispiel bestimmte Ad-Server. Besser ist, wenn die Regeln sehr variabel festlegen, welche Elemente potentiel unerwünscht sind in der Art: “Wenn ein Script von einem dubiosen Drittserver ein Bild und ein darübergelegtes Script holt, das meine Webseite überlagern soll, dann sperre es.”

Das ist super, denn damit werden gefährliche Manipulationen an meinem Surfverhalten verhindert. Gleichzeitig können fremde Server nicht feststellen, was ich gerade auf meinem Rechner mache. Das geht sie nämlich auch gar nichts an.

Adblocker kann Malware verhindern

Zusätzich kann so ein Blocker verhindern, dass Schadcode geladen und auf meinem Rechner ausgeführt wird. Das kann (aber nur, wenn die Schadroutine erkannt wird) die berühmten “Drive-by-Downloads” von Schadcode verhindern. Wie gut so etwas funktioniert, hängt davon ab, wie gut die passenden Listen gepflegt werden.

uBlock filtert zahllose Adserver oder Tracker dank komplizierter Regeln

Standardmäßig werden folgende Filterlisten geladen und angewandt:

  • EasyList
  • Peter Lowe’s Ad server list
  • EasyPrivacy
  • Malware domains

Genau so etwas macht uBlock. Es bereinigt ankommenden Webseiten-Code um möglichst viel unliebsame Fracht. Damit werden Webseiten leichter, was nebenbei auch noch die Darstellung beschleunigt und den Speicherplatz meines Rechners schont. Damit kann es passieren, dass mein Rechner scheinbar wieder jungfräulich schnell läuft, nachdem ich schon dachte, er müsste durch ein neueres, schnelleres Model ersetzt werden.

Adblocker machen den Rechner schneller

uBlock, so schreiben die Macher, ist “ein effizienter Blocker. Prozessor-freundlich und bescheiden beim Speicherbedarf. Geringer Speicherbedarf und niedrige CPU-Belastung – und dennoch werden Tausende an Filtern mehr angewendet als bei anderen populären Blockern.”

uBlock ist erst einmal einfach zu benutzen: Ein An-Ausschalt-Knopf beim Klicken des Erweiterungssymbols dient zum An- oder Ausschalten von uBlock auf der aktuellen Webseite. Dies wirkt sich also nur auf die aktuelle Webseite aus und nicht global.

Die Macher von uBlock schreiben, und das will ich hier zitieren: “Ohne die vorgegebenen Filterlisten ist diese Erweiterung nichts. Wenn du also etwas beitragen möchtest, dann denke an die Menschen, die hart dafür arbeiten, die von dir benutzten Filterlisten zu pflegen, und diese für uns alle frei verfügbar gemacht haben.” Machen wir doch gerne!

 

  • Pro: kann die Gefahr von Malware reduzieren, riesiger Funktionsumfang
  • Contra: Bedienung ist teilweise kompliziert und unübersichtlich, etwas versteckt

 

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