Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf seiner Webseite mitteilt, entwickelt es “Mailvelope” mit dem Ziel weiter, die Installation, Konfiguration und Anwendung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis von OpenPGP deutlich nutzerfreundlicher zu gestalten und damit eine größere Verbreitung von Verschlüsselung beim E-Mail- und Formular-Austausch zu erreichen.

Mit der quelloffenen Browser-Erweiterung Mailvelope können Anwender unter Verwendung des Verschlüsselungsstandards OpenPGP auch ohne spezielles E-Mail-Programm verschlüsselte E-Mails schreiben. Mailvelope bietet die Funktionen zur E-Mail-Verschlüsselung mit OpenPGP für die Browser Firefox und Chrome an.

Zukünftig soll die Software genutzt werden können, um vertrauliche Anfragen, zum Beispiel an Ärzte oder Banken, über Web-Formulare zu stellen. Mit einem verschlüsselten Kontaktformular sind die Daten besser geschützt gegen fremdes Mitlesen. Der für die Verschlüsselung notwendige Austausch von öffentlichen Schlüsseln läuft dabei automatisiert ohne Zutun der Nutzer ab.

Um das Vertrauen in die Entwicklungen zu stärken, hat das BSI darüber hinaus ein Audit der Sicherheitseigenschaften von Mailvelope in Auftrag gegeben. Neben der Umsetzung der kryptographischen Verfahren wurden dabei auch die Existenz von Routinen zur Nutzerüberwachung oder Kompromittierung privater Daten überprüft, schreibt das BSI.