Das Add-on für Firefox “Facebook Container” von Mozilla soll Tracking durch Facebook verhindern. Es soll die persönliche Facebook-Identitiät von allen anderen Internet-Besuchen isolieren.

Facebook lebt davon, dass es seine Nutzer und über weite Strecken auch alle anderen Internet-Nutzer mittels ausgefeilter Trackingmethoden ausspioniert und Profile anlegt. Das ist soweit kein Geheimnis, sondern ausdrückliches Unternehmensziel. Nicht umsonst macht die Firma damit über eine Milliarde Dollar Gewinn pro Quartal.

Aber es soll Menschen geben, die in den vergangenen Wochen überrascht waren, als sie erfuhren, dass Facebook (und von ihnen mehr oder weniger autorisierte Firmen) diese Methoden tatsächlich anwenden und für kommerzielle und politische Ziele ausnützen.

Man sollte nicht verschweigen, dass auch andere Firmen, man könnte sie auch als Steigbügelhalter bezeichnen, von diesen Praktiken partizipieren und zumindest billigend hinnehmen. Dazu gehört natürlich auch die Mozilla-Foundation, die von FAcebook (wie auch von Google) hohe Millionenbeträge kassiert. Deshalb wirkt es etwas fadenscheinig, wenn Mozilla im vergangenen Monat seine Werbung auf Facebook storniert hat.

Add-on isoliert Facebook-Tracking

Gleichzeitig hat sie ein Add-on herausgebracht, dass bei der Benutzung von Facebook-Seiten diese in einen Container isolieren soll, sodass beim Aufruf von anderen Webseiten keine Verbindung von Facebook hergestellt werden kann zwischen diesen Aktivitäten.

Die Installation geht reibungslos. In der Add-on-Liste ist erscheint ein neues Add-on, bei dem nichts weiter einzustellen ist. Bei der Installation wird man laut Mozilla automatisch bei Facebook ausgeloggt (Das kann ich nicht überprüfen, denn ich benutze es nicht) und alle Cookies gelöscht. Ruft man nun die Seite von Facebook auf, erscheint in der URL-Zeile ein blaues “Facebook” und ein Schloß-Symbol. Das wars.

Nach der Installation löscht das Add-on zunächst alle Facebook-Cookies und meldet den Anwender von Facebook ab, falls eine Anmeldung besteht. Beim nächsten Einloggen auf Facebook wird der Dienst in einem blauen Browser-Tab geöffnet. Wird während einer solchen Container-Sitzung auf einen Nicht-Facebook-Link geklickt oder zu einer Nicht-Facebook-Website in der URL-Leiste navigiert, werden diese Seiten außerhalb des Containers geladen. Ein Klick auf Facebook-Share-Buttons in anderen Tabs lädt diese in den Facebook-Container.

Ob und wie das Add-on funktioniert, kann ich so auf die Schnelle nicht nachprüfen, aber laut Mozilla sollten alle Querverbindungen zwischen Facebook wie Like-Buttons oder Links nicht mehr funktionieren. Ich frage mich natürlich, ob alle automatisch gesetzten Cookies auf fremden Webseiten in Zukunft nicht mehr funktionieren oder vielleicht gar nicht mehr gesetzt werden.

Sinnvoll ist die Idee, jede Webseite in einen eigenen, getrennten Container zu sperren, allemal. Ob das auch sauber und reibungslos funktioniert, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Spätestens, wenn ein Anbieter

Und die anderen Tracking-Dealer?

Wenn (und falls) dieses Add-on wirklich funktioniert und Facebook damit nicht mehr mittracken kann, auf welchen Webseiten ich mich bewege, wäre es doch sinnvoll, wenn diese Technik auch gegen die anderen zahllosen Tracking-Dealer eingesetzt werden kann. Dafür hat Mozilla ebenfalls ein Add-on im Angebot: Firefox Multi-Account Containers. Ob und wie es funktioniert, schaue ich mir in den kommenden Tagen einmal genauer an.

 

  • Pro: Verhindert das Tracking von Facebook auf anderen Webseiten.
  • Contra: Sollte eigentlich für alle Tracking-Firmen funktionieren oder zumindest einstellbar sein. Dazu gibt es “Firefox Multi-Account Containers”.

 

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